Mode und Jugendkultur - Aktuelle und vergangene Styles

Popkultur Mode

Die Ablehnung bürgerlicher Enge und Spießigkeit, die Sehnsucht nach Freiheit unter Abschütteln von Konventionen war in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, der Kultur sowie länderübergreifend zu spüren. Aus diesem Grund zählt die Entwicklung der Jugendkultur um 1920 bereits zu den Anfängen der heute so berühmten Popkultur.
Starke Einflüsse kamen aus England, speziell in der Mode. Die Carnaby Street, Londons berühmteste Einkaufstrasse beherbergte Mary Quants Mode. 1955 hatte sie, völlig unerfahren und unbekannt, in Chelsea ihren kleinen Modeladen „Basar“ eröffnet. Bereits 1962 wurden ihre Kreationen in der Vogue vorgestellt, nur drei Jahre später war der Minirock (mini-skirt) ein „Modeschlager“ und verbreitete sich auf der ganzen Welt. 1966 erhielt sie dafür den „Order of the British Empire“ (britischer Verdienstorden). Die neue Länge, welche mindestens 10 Zentimeter oberhalb des Knies endeten, wurde von Teenagern, Hausfrauen, Damen des Adels und der High Society gleichermaßen begeistert getragen.
Die französische Haute Couture nahm den Mini begeistert auf, entwickelte in weiter bis zum Supermini, welcher gerade noch den Po bedeckte. 1969 war der Mini - auch was die Kürze anging - an seinem Höhepunkt angekommen.

Siegeszug der 60/er Jahre – Jeans als Weltanschauungssymbol

Ebenfalls in den sechziger Jahren trat auch die Jeans ihren Siegeszug an. Hippies, Gammler und Wohlstandsbürger trugen dieses universelle Kleidungsstück, verschönerten es mit aufgestickten Blumen, Stoffkanten etc.
Gegen Ende der 60er wurden die Hosen ausgewaschener und entsteift. Die Jeans war ein Symbol einer Weltanschauung, für ein freies und ungebundenes Leben ohne Konventionen, ohne jeglichen Kleidungszwang.

England galt als das Eldorado der Popkultur. Unter heißen Beatrhythmen wurden Uhren in Bonbonrosa und Grasgrün, T-Shirts mit Comic-Strip – Abzeichen oder Pop-Art-Motiven verkauft. Knielange Stiefel in allen Schockfarben, mit Sternen und Blumen übersät, passende Umhängetaschen und Jeans mit bunten Applikationen, Schmuck aus Leder und Holz, bemalt mit Blümchenmotiven – alles, was poppig und shocking war und den Geist der Ungezwungenheit verkörperte, wurde massenhaft verkauft.

Die Hippiewelle entwickelte sich Ende der 60er Jahre von den USA kommend auch in Europa immer weiter aus. Dieser Kleidungsstil war den Bekleidungsgewohnheiten der Indianer und Eskimos abgeschaut und stand letztlich als eine symbolische Adaption für die Internationalität der gesamten Bewegung, für ein Mode, welche nicht diktiert wurde.

Nebeneinander – Statt Miteinander

Danach wechselten die Modetendenzen immer und immer schneller mit der Zeit und liefen teilweise nebeneinander ab.
Die 70er Jahre entwickelten den Drang nach Freiheit auch in der Modewelt weiter. Rocklängen und Muster wurden extremer, nahezu jedes Kleidungsstück wurde überhöht - Revers, Manschetten, Ärmel, Aufschläge, Kragen, Krawatten extrem breit und natürlich Blumenmuster intensiver. - Der Piraten-, China-, oder Russinnenlook begann folgend Mitte der 70er Jahre erst, sich zu verwandeln - “war en vogue“.

Gleichzeitig konnte die Ökobewegung nicht ignoriert werden. Patchwork, Stricken und Batik waren der letzte Schrei. Gesundheitssandalen, Overalls, Latzhosen, Hemden aus Naturmaterialien und selbst gestrickte Pullover demonstrierten eine gesunde Lebensweise – in Harmonie mit der Umwelt/für die Umwelt und gegen Konsumzwang.

Der Disco Style, in den die Jugend zu nächtlicher Stunde schlüpfte, war dann die Nostalgiewelle, welche Teenager dazu brachte, sich mit der Mode aus Trödelläden, wie 30jährige zu kleiden.
Der Romantiklook orientierte sich stark an der Folklore und blieb bis ca. 1980 aktuell. Wichtige Attribute waren neben knöchellangen Kleidern mit verspielten Volants und Rüschenblusen (oder mit Großmutters Mieder), bestickte Bauernblusen sowie bunt und lang befranste Bauerntücher. Auch mexikanische Ponchos, peruanische Mützen und Handschuhe durften hierbei selbstverständlich nicht fehlen!

 

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